Dieses Team hat Zukunft
"Im Fußball gewinnt nicht immer der Bessere", lautete das Fazit von Borussia-Anhänger Achim Quoß nach der 1:3-Heimniederlage der Belziger gegen den Teltower FV. Zur Pause stand es 0:0 und schon da lobte er die gastgebende Mannschaft.
Er sagte zu den Schützlingen von Frank Leppek: "Ihr spielt richtig gut, müsst nur mal den Ball ins Tor bringen." Und zum MAZ-Berichterstatter meinte er: "Es macht wirklich Spaß, der Truppe zu zu sehen und das nicht nur heute."
Wie er schwärmte auch der jetzt wieder für die Teltower spielende Routinier Ingo Hecht von den Verlierern. "Es war ein sehr, sehr glücklicher Erfolg von uns. Borussia erwies sich von all unseren Gegner als spielerisch am stärksten. Mir imponierte die junge Truppe. Das Team hat Zukunft, muss aber abgeklärter vor dem Tor werden. In ein, zwei Jahren nutzt es wenigstens einen Teil der Chancen."
Der Gästekapitän fand allerdings auch anerkennende Worte für seine Mitspieler: "Wir zeigten große Moral, gaben auch nach dem Rückstand nicht auf und waren zur Stelle, um Fehler der Belziger zu nutzen. Deshalb war unser Erfolg wie gesagt glücklich, aber nicht unverdient."
Ingo Hecht hat sogar Beziehungen in die Region, denn seine Oma lebt in Treuenbrietzen. Der mal bei Grün-Weiß Niemegk spielende Valentin Wenzel fehlte beim Teltower FV, da er am Sonntag am Marathon in New York teilnahm.
Aber zurück ins Rau-Stadion. Vor über 100 Zuschauern, darunter 80 zahlenden, lenkte Robert Große einen Hecht-Freistoß ans Lattenkreuz und dann rettete Mario Burow auf der Torlinie (7.). Bis in die 90. Minute kamen die Gäste nur aus Standards (Ecken und Freistößen) zu gefährlichen Aktionen, während die Gastgeber sich viele Tormöglichkeiten erspielten.
Aber erst Mario Burow nutzte eine Vorlage von Solo Agbor (1:0/62.). Nun drängten die Gastgeber nicht energisch genug auf das 2:0 und führten die Konter nicht genau aus. Ein abgefälschter Schuss von Florian Giese und ein Kunstschuss von Ingo Hecht (82.) drehten die Partie. Hecht sandte einen Notschlag von Borussia-Torwart Große aus 40 Metern direkt zurück und der Ball ging als Bogenlampe ins Netz. Das 1:3 von Steve Wehle war ein klassisches Kontertor (90.).
Borussia Belzig: Große – Proske – Vogt, Forest, Bräuer – Burow R. und L. Leppek, Leschke – Agbor, Mentzel.
entnommen dem "Fläming-Echo" vom 05.11.2007, geschrieben von Klaus Nüsser

Nur mit der Chancenverwertung zeigte sich Coach Frank Leppek unzufrieden. Man kann dem auch was Gutes abgewinnen: "Die Mannschaft kann durch solche Niederlagen nur dazulernen", meinte das heutige Geburtstagskind.