"Am Ende müssen wir über den Punkt froh sein", meinte Borussia-Trainer Frank Leppek nach dem 1:1 bei der SG Michendorf. Erst in der 89. Minute traf beim verdienten Ausgleich Rick Leppek per Strafstoß den Innenpfosten und das Tor (Foul an Martin Graul). Die Gastgeber gingen sehr engagiert zur Sache, während die Gäste auf dem alten und deshalb schlechten Kunstrasenplatz merklich zurückhaltend agierten. Das traf speziell auf Martin Graul zu, der erst in der Schlußphase auftaute. Schlimmer als der Untergrund waren die Ausmaße der Spielfläche. Der Platz ist nur wenige Meter breiter als der 16-Meter-Raum, so dass die Borussen nicht dazu kamen, ihr gepflegtes Flügel- und Konterspiel aufzuziehen. Trotzdem besaßen sie viel mehr und bessere Tormöglichkeiten als die Einheimischen. Doch entweder rettete der gute Michendorfer Torwart (z.B. gegen den allein auf ihn zu stürmenden Solo Agbor 9. und 63.) oder der Ball verfehlte knapp das Gehäuse. Auch daran hatte der Untergrund seinen Anteil. Mit dem fehlenden Halt in den Turnschuhen war es schwer, den Ball exakt und hart zu treffen. Da spielte es natürlich eine Rolle, dass die Gastgeber mit diesen Bedingungen wesentlich vertrauter sind. Sie knallten das Spielgerät meist nur lang nach vorn und hofften, dass dort etwas passiert, wie in der 80. Minute. Da blieb der Abseitspfiff aus, den auch die Michendorfer Fans erwarteten. Das nutzte Patrick Walter per Kopf zum 1:0.
entnommen dem "Fläming-Echo" vom 15. Oktober 2007, geschrieben von Klaus Nüsser
Bis auf eine Szene hielt die von Alexander Proske organisierte Abwehr der Borussia in Michendorf.