"Das ist ganz etwas anderes als Union am Dienstag", meinte der nach rund einer Stunde schwer keuchend ausgewechselte Tobias Scheibner. Seine Borussia traf daheim auf den Landesligisten Grün-Weiß Piesteritz II aus Sachsen-Anhalt und verlor 0:2. "Die stehen einem nicht auf dem Fuß, sind aber immer da, wenn der Ball kommt", so der Belziger Mittelfeldspieler. "Außerdem agieren sie sehr schnell und können alle gut mit dem Ball umgehen. Bei den Linthern und anderen Kreisliga-Teams gibt es immer nur ein paar Mann von dieser Qualität." Der Gast war diesmal besser besetzt und eingespielter als beim 1:1-Test gegen den TSV Treuenbrietzen. "Da war mehr Mischmasch", meinte lapidar Grün-Weiß-Trainer Dietmar Hüller, der den Kur- und Kreisstädtern ein gutes Zeugnis ausstellte. "Hier spielten zwei gleichwertige Mannschaften. Wir besaßen leichte Vorteile in Halbzeit eins, gerieten aber in Hälfte zwei ganz schön unter Druck. Glück und ein starker Torwart Jens Janisek verhinderten ein Gegentor." Auf einem guten, aber durch heftigen Regen nassen Rasen erlebten die wenigen Zuschauer eine abwechslungsreiche Partie. Mit einem überraschenden Fernschuß ins kurze Eck gelang Michael Brussies die Piesteritzer Führung (52.), die Maik Trollmann mit einem von Alexander Proske abgefälschtem Schuss ausbaute (70.). Der Belziger fiel 120 Sekunden später wieder auf. Leider unangenehm. In der sonst sehr fairen Auseinandersetzung trat er rücksichtslos zu und hätte in einem Punktspiel wohl sicher die Rote Karte gesehen. Schiri Frank Haseloff beließ es bei dunkelgelb. Die Borussen besaßen in der Hälfte zwei mehr klare Chancen als die Gäste. Bei ihnen gingen aber abgefälschte Schüsse an den Torwart und nicht ins Netz. Auch die Latte (Rick Leppek/Martin Graul) verhinderte einen Treffer der Belziger. Die traten ohne Solo Agbor und Lars Leschke an und hielten trotzdem prima mit. "Wir probten Aufstellungsvarianten und zeigten eine gute Leistung", so das Fazit von Trainer Frank Leppek.
entnommen dem "Fläming-Echo" vom 13. August 2007, geschrieben von Klaus Nüsser
Kein Familienzwist beim Leppek-Trio
Manchmal gibt es Schwierigkeiten in der Familie, wenn der Vater der Fußball-Trainer der Söhne ist. Bei den Leppeks von Borussia Belzig ist dies nicht der Fall. Frank Leppek ist dort seit Saisonbeginn für die Landesklassen-Mannschaft verantwortlich, in der seine Zwillinge Lars und Rick zu den Stützen gehören. "Probleme erwarte ich nicht", meinte Rick Leppek. "Mein Vater trainierte uns ja bereits von den C- bis zu den A-Junioren und da klappte es auch." In der Mannschaft wurde der Wechsel im Traineramt gelassen aufgenommen. "Dirk Balmer ist im Verein überall aktiv, soll den Vorsitzenden Frank Friedrich entlasten. Da ich durch meine Söhne sowieso überall dabei war, wurde ich mit der Betreuung beauftragt", erklärte Frank Leppek. Dirk Balmer unterstützt ihn umfassend als Co-Trainer. Lars und Rick Leppek sind seit 1994 mit einem kurzen Abstecher zu Optik Rathenow, wo sie bei den Oberliga-Männern spielten, bei der Borussia aktiv. Da kickt auch ihr Vater, der bei den Alten-Herren am Ball ist. Einigkeit herrscht beim Leppek-Trio über die Saison-Zielstellung. "Als Aufsteiger wollen wir die Klasse halten und sehen, was nach oben geht. Wir sind eine junge Mannschaft, die sich noch entwickeln kann und Erfahrungen sammeln muss", erklärte Rick Leppek. Und fast die gleichen Worte wählte unabhängig davon der Vater auf die entsprechende Frage.
entnommen dem "Fläming-Echo" vom 13. August 2007, geschrieben von Klaus Nüsser
Ganz zufrieden zeigte sich Trainer Frank Leppek mit der Leistung seiner Mannschaft im Spiel gegen Grün-Weiß Piesteritz II.