Im ersten Vorbereitungsspiel zur Rückrunde kassierten die Landesklassen-Fußballer von Borussia Belzig bei Grün-Weiß Piesteritz II aus der Landesliga Sachsen-Anhalt eine 1:5-Niederlage. Die Gäste trainierten am Donnerstag zum ersten Mal im Jahr 2008 im Freien. Sie mussten anfangs auf Trainer Frank Leppek verzichten, der beim Alt-Herren-Turnier von Union Linthe in der Treuenbrietzen Stadthalle selbst am Ball war und dann nachreiste. Wesentlich mehr beeinflusste jedoch das Fehlen von vier Stammspielern den Auftritt der Borussen. Martin Graul, Solo Agbor, Ronny Mentzel und Mannschaftskapitän Hendrik Bräuer, der wegen einer leichten Verletzung pausierte, sind nicht gleichwertig zu ersetzen. Außerdem führte ihre Abwesenheit dazu, dass Spieler auf ungewohnten Positionen zum Einsatz kamen. Jan Schick agierte im rechten Mittelfeld, Mistra Forest als linker Verteidiger und Mirko Niendorf aus der zweiten Vertretung war im Angriff dabei. „Der Gastgeber, eine junge Mannschaft, die wie wir das Spielerische betont, dominierte die erste Halbzeit ganz eindeutig“, berichtete Dirk Balmer. So führten die Grün-Weißen zur Pause auch völlig verdient 3:0 (13., 26. und 39. Minute). Allerdings halfen die Belziger – wie bei den anderen beiden Gegentreffern – dabei mit individuellen Fehlern. „In Hälfte zwei steigerten wir uns und hätten zwei, drei Tore erzielen können“, meinte Dirk Balmer. Es blieb aber beim 1:3 aus der 56. Minute. Denny Lüdicke scheiterte per Kopf an der Latte. Den Abpraller verpasste Mario Burow, aber Rick Leppek drückte dann das Spielgerät über die Linie. Robert Große im Gäste-Tor hielt fehlerlos, parierte in der 86. Minute sogar einen Foul-Strafstoß. In der 76. Minute und in der Nachspielzeit musste er jedoch den Ball aus dem Netz holen. Das Ergebnis war für Borussia unbedeutend. „Das Hauptaugenmerk lag auf der Bewegung mit Ball auf dem Großfeld“, so Dirk Balmer. „In Piesteritz gibt es einen Kunstrasenplatz der neuesten Generation, auf dem es sich ganz anders als zum Beispiel in Michendorf gut spielen lässt. So ist hier ein Test in der Winterzeit recht sicher, da die Witterungsverhältnisse keinen so großen Einfluss haben.“
entnommen dem "Fläming-Echo" vom 28. Januar 2008, geschrieben von Klaus Nüsser