„Die Niederlage ist im Endeffekt durchaus verdient“, meinte Borussia-Trainer Frank Leppek nach dem 1:4 beim SV 1885 Golßen. „Die Gastgeber besaßen wenig klare Torgelegenheiten, nutzten aber unsere Fehler sehr effektiv. So langte ihnen eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg. Das sagt alles über unseren Auftritt an diesem Spieltag.“ Die Belziger begannen die Auswärtspartie mit sicherem Spiel. Mit der ersten richtig gefährlichen Aktion gingen die Platzbesitzer in der 20. Minute in Führung und erhöhten 180 Sekunden danach per nicht eindeutigem Strafstoß auf 2:0. Mario Burow regte sich über den Pfiff auf und sah die Gelbe Karte wegen Reklamierens. Als er in der 57. Minute ein Foul beging, schickte ihn der Unparteiische mit der Ampelkarte vom Platz. Das schwächte die Gäste zusätzlich. Sie mussten bereits nach 35 Minuten Rick Leppek auswechseln. Beim ihm brach eine Muskelverletzung wieder auf, die er sich eine Woche zuvor beim Mitwirken in der Borussia-Reserve zuzog. Gleiches geschah da Verteidiger Michael Vogt, der allerdings in Golßen die gesamte Spielzeit absolvieren konnte. Allerdings wirkte sich das Ausscheiden der zwei Leistungsträger auf die spielerische Darbietung der Borussen aus. „Diese Ausfälle, zu denen ja auch das Fehlen von Ricks Bruder Lars gehört, waren im Mittelfeld nicht zu verkraften“, meinte Frank Leppek. „Alle kämpften und liefen, so dass sich auch noch in Unterzahl Tormöglichkeiten für uns ergaben. Aber nur Lars Leschke brachte das Spielgerät einmal im Netz des SV 1885 unter.“ Das war in der 31. Minute. Ansonsten versagten die Belziger vor dem Tor der Gastgeber selbst bei ganz klaren Chancen. Bezeichnend dafür der schwach geschossene Foulstrafstoß von Solo Agbor in der 39. Minute. Der Torwart hielt mühelos. Wer weiß, was bei einem Anschluss-Treffer zum 2:3 passiert wäre. So warteten die Golßener auf Konter, die die dezimierten Gäste bei nachlassenden Kräften zuließen. Martin Graul besaß noch zwei gute Torgelegenheiten – Kopfball vor dem leeren Tor und ein schöner Freistoß an die Latte – doch an diesem Tag klappte fast nichts. Beleg dafür auch das 1:4 in der Nachspielzeit, bei dem Torhüter Sebastian Köhler nach einer Rückgabe den Ball verdribbelte, so dass der SV 1885 ins leere Tor traf.