Seit dem Aufstieg des FC Borussia in die Landesklasse liegt der BSV Mittenwalde in der Tabelle immer beträchtlich hinter den Leppek-Schützlingen. Doch auch im dritten Vergleich beider Teams gab es keinen Sieg der Belziger. In der vorigen Saison hieß es 3:3 und dann 1:3 in der Kur- und Kreisstadt. Diesmal verloren sie daheim mit 0:1 und die Gäste feierten diesen Erfolg mit einem Jubelkreis und lauten Gesängen. Das zeigt, dass sie damit wieder nicht gerechnet hatten. Überragend in ihrem Team war Torhüter Sven Rechenberg, der allerdings am härtesten von seinem Mitspieler Marcus Werner geprüft wurde. Obwohl er seinen Scharfschuss aus kurzer Entfernung nicht erwartete, lenkte er den Ball noch ans Lattenkreuz (29.). Zuvor scheiterten schon der Belziger Solo Agbor frei stehend aus Nahdistanz (23.)und der lange stark spielende Martin Graul mit sehenswerten Fernschüssen an ihm. Auch danach blieb der Mittenwalder Torwart stets Sieger. „Wir waren vor dem Kasten nicht energisch genug beim Nutzen unserer Möglichkeiten“, erklärte dazu Borussia-Trainer Frank Leppek. Er nannte noch zwei weitere Ursachen für die „unnötige“ Niederlage. „Es fehlten mit meinen verletzten Söhnen Rick und Lars sowie Michael Vogt und dem gesperrten Mario Burow Spieler, die wir nicht gleichwertig ersetzen können. Außerdem setzten die Gäste ihre körperliche Überlegenheit erfolgreich ein.“ Das galt vor allem in der Verteidigung, denn nach vorn gelang nicht viel. Sie hatten vor der Pause einen Schuss von Robert Fiedler auf das Tor, der das 1:0 am Ende der Nachspielzeit brachte. In Hälfte zwei gab es ein paar Ecken und einen Ball ans Außennetz. So meinte BSV-Torhüter Sven Rechenberg: „Es war ein glücklicher Sieg für uns, den wir mit einer tollen Mannschaftsleistung erkämpften. Die Belziger spielten speziell in Hälfte eins stark.“
„Wir waren die Glücklicheren“, strahlte Trainer Lutz Mecklenburg am Sonnabend nach dem 1:0- Sieg seiner Mittenwalder Landesklassen-Fußballer beim einstigen Staffelfavoriten Borussia Belzig. „Und mit Sven Rechenberg hatten wir einen Torhüter, der einfach alles hielt.“ Selbst eine verunglückte Abwehraktion von Werner aus fünf Metern wehrte der Keeper ab. Die Gäste, die mit Trainer nur zwölf Spieler waren, gingen kurz vor der Pause durch einen 16-m-Schuss von Fiedler in Führung. Nach Wiederanpfiff bot sich Bretschneider die Chance zum 2:0, doch lenkte der Borussia-Torwart den Ball am Pfosten vorbei. Die Belziger wurden zwar beträchtlich stärker, scheiterten aber immer wieder an Rechenberg.
entnommen dem "Dahme-Kurier" vom 27. Oktober 2008, geschrieben von eb.