Der Wetterprognose für die Partie war schlecht, aber dann gab es sogar blauen Himmel und Sonnenschein. Borussia-Kapitän Hendrik Bräuer sagte einen Sieg voraus und auch das war falsch. Er hätte lieber Regen und Recht gehabt.
„Ein 0:0 zwischen dem Gastgeber Eintracht und uns hört sich für einen, der die Partie nicht sah, normal an“, meinte Frank Leppek, Trainer des FC Borussia Belzig. „Aber wir verschenkten hier wieder zwei Punkte. Somit holten wir statt der möglichen sieben aus den drei Spielen der Rückrunde nur zwei“, erklärte der Borussia-Verantwortliche. „Bei Spitzenreiter Luckenwalde II wäre ein Unentschieden verdient gewesen, daheim gegen Golßen mussten wir das 1:0 über die Zeit bringen und heute auch in dieser ersatzgeschwächten Besetzung gegen das Team aus Königs Wusterhausen gewinnen.“
Es fehlten Mario Burow und Mistra Forest in der Abwehr, Rick Leppek sowie Lars Leschke im Mittelfeld wegen dienstlicher Verpflichtungen, Urlaub und Verletzungen. Und da die verbliebenen Borussen diesmal ihr Leistungsvermögen nicht ausschöpften, reichte es nicht zu einem guten Auftritt.
Das spielerische Vermögen, welches Borussia sonst im Vergleich zu den meisten Kontrahenten der Landesklasse Mitte auszeichnet, kam so nicht zum Tragen. Das resultiert natürlich auch aus der fehlenden Freiluftpraxis und den nicht optimalen Platzverhältnissen.
Da Gastgeber Eintracht Königs Wusterhausen ebenfalls große Personalsorgen hatte und weiter haben wird, da in der Winterpause einige Kicker den Verein verließen – die Angaben der Einheimischen schwankten zwischen sieben und zehn fehlenden Spielern – erlebten die ganz wenigen Fans eine unansehnliche Begegnung.
„Es gab kaum eine Kombination über mehr als zwei Stationen“, monierte zum Beispiel Frank Leppek. So entstanden torgefährliche Situationen fast ausschließlich per Zufall. Nennenswert sind zwei „Riesen“ auf Seiten der Gäste und zwei ordentliche Möglichkeiten für die Platzbesitzer.
Mirko Niendorf spielte im Angriff für den ins linke Mittelfeld gerückten Ronny Mentzel. In Minute neun kam er durch einen Querschläger zehn Meter vor dem Tor frei an den Ball, war überrascht, reagierte aber gut. Doch er traf nur den Pfosten.
Danach verfehlte ein Eintracht-Spieler eine scharfe Eingabe deutlich. Dann verpasste die Gastgeber-Abwehr einen Ball und Torjäger Sebastian Metz kam an der Torraumlinie frei an den Ball und knallte ihn dem sich werfenden Torwart in die Arme (79.). Und fast hätte es eine Niederlage gegeben. Christoph Schleiß musste noch einen scharfen Ball parieren (84.). Fazit des verletzten Rick Leppek. „Wir können uns bei den Fans nur entschuldigen.“
Eintracht Königs Wusterhausen und Borussia Belzig trennten sich am Sonnabend in der Fußball-Landesklasse Mitte 0:0. „Einen Sieg hatte das Spiel auch nicht verdient“, erklärte Eintracht-Trainer Stephan Rosenberg, wobei beide Seiten arg ersatzgeschwächt waren. „Das Niveau blieb mäßig. Wir hatten etwas mehr Chancen.“ Nennenswerte Möglichkeiten boten sich eher noch in der zweiten Halbzeit. So setzte sich Schieche im Belziger Strafraum gegen zwei Verteidiger durch, wurde dann aber noch von einem dritten Gegenspieler gestört, so dass sein Schuss am Ziel vorbei ging. Groggert konnte in einer aussichtsreichen Szene allein auf den Torhüter zusteuern, verfehlte aber aus kurzer Distanz das Tor. Die Belziger kamen jeweils im Gegenzug zu zwei guten Gelegenheiten. Doch hielt Torhüter Weichert, der bei den Königs-Wusterhausener Gastgebern am ehesten überzeugen konnte, seinen Kasten rein. So wehrte er auch einen Schuss aus Nahdistanz ab. (eb)