Beide Hoffnungen der Borussen gingen nicht in Erfüllung. Es gab eine 0:1-Niederlage gegen den VfB Trebbin und so nicht den ersten Punktspiel-Erfolg 2010. Und das Wetter war erst gut nach dem Gegentor. Mit dem Anpfiff gab es bei dem vorgezogenen April-Wetter einen heftigen Regenschauer. Und dieser kalten Dusche folgte die nächste in der 14. Minute. Nach einem Tohuwabohu in der Borussia-Abwehr zog VfB-Torjäger David Bystry direkt ab und der Ball fand den Weg ins Netz. „Da wussten wir, dass es gegen diese kompakte Mannschaft ganz schwer wird, den Rückstand zu egalisieren“, meinte Frank Leppek, Trainer der Bad Belziger. „Spielerisch lief es etwas besser als eine Woche zuvor in Königs Wusterhausen. Doch im Strafraum sind wir zu harmlos, wenn wir nicht die komplette erste Elf aufbieten können.“ Verlief die erste Hälfte im Heinrich-Rau-Stadion, wo nach zwanzig Minuten der Regen aufhörte und dann für längere Phasen sogar die Sonne schien, noch recht ausgeglichen, zeigten die Borussen bei besserem Wetter ein besseres Spiel. Das lag auch daran, dass Frank Leppek in Halbzeit zwei mit drei Stürmern spieIen ließ. So lief der Ball fast ausschließlich in Richtung Tor der Gäste. Lediglich zwischen der 60. und 70. Minute wogte das Geschehen noch einmal auf und ab. Erst lenkte VfB-Torwart Toni Erne einen Schuss von Sebastian Metz an den Innenpfosten (62.). Der wagte einen gewaltigen Schuss als Bogenlampe über den fünf Meter vor dem Kasten stehenden Schlussmann, der dem Spielgerät aber mit toller Parade noch den Weg ins Netz verwehrte. Dann musste sein Gegenüber Christoph Schleiß wie kurz vor dem Halbzeitpfiff gegen einen frei vor ihm auftauchenden Trebbiner klären (64.). Und wieder zwei Minuten später holte Erne einen platzierten Flachschuss von Lars Leschke aus dem Eck. „Es gibt solche Tage, da will der Ball einfach nicht über die Torlinie“. meinte Borussia-Trainer Frank Leppek. Er spielte dabei vor allem auf die letzten 240 Sekunden der Partie an. Da gingen zwei Kopfbälle nach Ecken um Zentimeter am Pfosten vorbei, wo Toni Erne machtlos gewesen wäre. Und als Trainersohn Lars eine tolle Flanke am langen Pfosten volley aufs kurze Eck knallte, traf er einen VfB-Spieler. „Ein Unentschieden war möglich“, meinte Gästetrainer Walter Kornmüller. „Wir hatten aber einen tollen Torwart und zeigten uns sehr geschlossen. Die Bogenlampe hätte wohl kein anderer Landesklassen-Keeper gehalten.“ Außer ihm stark: Schiri Christian Jung sowie die Assistenten Stefanie Dressler und Florian Gojert.
Sieben Punkte aus drei Rückrundenspielen, die Trebbiner VfB-Fußballer sind sehr erfolgreich in den zweiten Teil der Saison gestartet. Erstmals unter ihrem Trainer Walter Kornmüller haben sie am Sonnabend den Rasen des Belziger Heinrich-Rau-Stadions als Sieger verlassen. Mann des Spiels war VfB-Keeper Toni Erne, der den Gästen mit mehreren Glanztaten den Sieg festgehalten hat. „Toni hat überragend gehalten“, sagt sein Trainer Walter Kornmüller. Das Siegtor der Trebbiner markiert David Bystry nach genau einer Viertelstunde. Wenig später bewahrt Erne nach einem Fehlpass von Sebastian Behrendt den VfB vor dem Ausgleich. Der Keeper zeigt Nervenstärke. Erne bleibt gegen den anstürmenden Belziger Angreifer lange stehen und gewinnt. Kurz vor der Pause hätte Daniel Steinhaus auf 2:0 erhöhen können, doch er scheitert. Zu Beginn des zweiten Durchgangs muss Tobias Braun verletzt ausgewechselt werden. Die daraus resultierenden Umstellungen in der VfB-Elf bringen jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Belzig gewinnt mehr und mehr Spielanteile, aber Toni Erne im Trebbiner Tor bringt die auf den Ausgleich setzenden Borussen immer wieder zur Verzweiflung.