„Ein großes Lob vor allem an Dirk Balmer, aber auch alle anderen Spieler. Das war ein Sieg der Moral“, erklärte Borussia Trainer Frank Leppek nach dem 5:3-Auswärtserfolg über die TSG Lübbenau 63. „Bei der ersten größeren Hitze in diesem Jahr fiel in der zweiten Hälfte jeder Schritt schwer. Jüngere Spieler verkraften dies etwas besser als ältere. Und Dirk musste ja die gesamten 90 Minuten auf dem Platz bleiben, weil die Partie ganz schlecht für uns begann.“ Der Gastgeber nutzte Unstimmigkeiten im Abwehrverhalten – speziell in der Innenverteidigung – zu einer schnellen 2:0-Führung (4./12. Minute). „Für die Lübbenauer ging es ja noch um den Klassenerhalt und wir bauten sie auf“, so der Borussen-Trainer. Daran änderte auch der Anschluss-Treffer von Lars Leschke (28.) nichts. Er zirkelte wie schon zuletzt einen Freistoß über die Mauer unhaltbar in den oberen Winkel. Doch in der 36. Minute stellten die Spreewälder den alten Abstand her. Viel schlimmer aber war eine Szene kurz danach. Ohne Einwirkung eines Gegenspielers knickte Lars Leppek bei einer schnellen Drehung um und schied mit einer Verletzung im rechten Knöchel aus. Es besteht Verdacht auf Bänderrisse. Am Abend im Bad Belziger Krankenhaus gab es aber noch keine exakte Diagnose. Für den Pechvogel kam Eric Mandelkow. Da er einziger Wechselspieler war, musste Kotrainer, Stadionsprecher und Programm-Mitgestalter Dirk Balmer bis zum Abpfiff kicken. Bis zur Pause waren die Gäste sichtlich geschockt. „Knackpunkt war dann die tolle Parade von Christoph Schleiß bei einem Foulstrafstoß, der damit das 4:1 in Minute 64 verhinderte“, so Frank Leppek. „Die Einheimischen bauten konditionell mehr ab als wir. Und das 3:2 von Sebastian Metz gab uns zusätzlich Schwung.“ Der traf nach starker Vorarbeit von Michael Vogt (70.) . In acht Minuten drehten die Borussen die Partie, machten aus zwei Toren Rückstand einen Zwei-Tore-Vorsprung. Nun gaben die durch eine Ampelkarte dezimierten Lübbenauer, die stehend K. o. waren, auf. Tore: 3:3 Jan Becker (72.), 3:4 weiter Ball von Michael Vogt sprang einmal auf, ging dann an die Latte und den Abpraller köpfte Eric Mandelkow ein (76.), 3:5 Lars Leschke (78.).