Ein flottes Spiel erlebten die Zuschauer beim ersten Vorbereitungsspiel der Borussen Belzig gegen den Werderaner FC Viktoria. Beim letzten Aufeinandertreffen gab es einen 3:2-Erfolg für Belzig vor über 500 Zuschauern. Die Werderaner, die nach ihrem Aufstieg 2008 in die Landesliga Nord dort eine tolle Saison mit Platz drei abschlossen, waren in dieser Begegnung natürlich der Favorit. Und sie begannen auch wie die Feuerwehr, doch bei der Zielgenauigkeit ließen sie einiges zu wünschen übrig und auch deshalb zu viele Torchancen aus. Etwas überraschend gingen dann die Borussen sogar in Führung. Ein Schuss Lars Leschkes von der Strafraumgrenze wurde unerreichbar für den Werder-Keeper abgefälscht und landete im Netz. Alle Borussen kämpften nun, um diese Führung zu verteidigen und es gelang ihnen sogar, sich mehr und mehr auch spielerisch zu verbessern. So blieb es bis zum Pausenpfiff des guten und unauffällig agierenden Schiedsrichters Frank Haseloff bei der knappen Führung. Nach neun Minuten der zweiten Halbzeit erhöhten die Borussen auf 2:0. Die Gäste spielten auf Abseits, doch der Pass auf den durchstartenden Tobias Paul kam zur rechten Zeit und er setzte das Spielgerät souverän in die Maschen. Die Gäste waren nun richtig „verärgert“ ob der zwei Tore Rückstand und erhöhten nochmals den Druck. Der Anschlusstreffer in der 63. Spielminute war allerdings ein Geschenk der Borussen an Werder. Der Ausgleichstreffer dagegen das am schönsten herausgespielte Tor der Partie. Robert Koschan, der Torjäger der Gäste, schloss die von ihm eingeleitete Aktion mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck ab (75.). Kurze Zeit später versuchten die Werderaner erneut, eine Abseitsfalle aufzubauen und wieder ging es aus ihrer Sicht schief. Diesmal kam Jan Becker in der Mitte völlig freistehend an den Ball und auch er versenkte die Pille ohne Schwierigkeiten zur erneuten Borussen-Führung (78.). Den Schlusspunkt der abwechslungsreichen Partie setzte wiederum Robert Koschan, der in der 83. Minute per halben Fallrückzieher den Endstand markierte. Für Borussias Trainer Frank Leppek war das ein gelungener Test. Immerhin hatten seine Jungs nach zwei Trainingseinheiten im Wald, das erste Mal auch wieder einen Ball an den Füßen. Überbewerten möchte er dieses Ergebnis dennoch nicht. „Natürlich müssen wir noch an unserer Kondition und dem Zusammenspiel arbeiten“, sagte er nach der Partie. „Dennoch war das schon eine gute Gelegenheit für die Spieler, sich zu präsentieren.“ Für den Trainer ist es natürlich wichtig, frühzeitig einschätzen zu können, wer in der kommenden Saison ins Team passt. Die Abgänge von Solo Agbor und Martin Graul muss das Team durch ein engeres Zusammenrücken kompensieren.