Der schöne, weiße Schnee schwächte die Alten Herren von Grün-Weiß Niemegk bei ihrem Trainer am Sonnabendvormittag in der Albert-Baur-Halle. Das Team vom PSV Luckenwalde fehlte und so teilte der Veranstalter seine Spieler auf zwei Mannschaften auf. Und die hatten mit dem Ausgang des Wettkampfes nichts zu tun.
Gespielt wurde zwar im Modus „jeder gegen jeden“, doch es gab trotzdem ein echtes Endspiel. Nach je vier Siegen trafen Borussia Belzig und Union Linthe im vorletzten Turnierspiel aufeinander. Der Sieger war also Erster, der Verlierer Zweiter. Bei einem Unentschieden wären die Kur- und Kreisstädter der Gewinner, denn sie hatten das bessere Torverhältnis. Und so kam es, die Begegnung endete 1:1 und die Belziger Oldies jubelten. Es war der erste Erfolg unter verjüngter sportlicher Führung, denn Sascha Ahnert und Torsten Ryll übernahmen unlängst die Aufgaben von Olaf Ernicke.
Auch der letzte Vergleich in diesem fairen, in guter Atmosphäre ablaufenden Turnier brachte völlig unerwartet noch einen dramatischen Höhepunkt. Anfangs deutete nichts darauf hin. Doch gegen die noch sieglosen Brücker ging die erste Vertretung von Grün-Weiß Niemegk noch einmal richtig auf Torejagd. Sie gewann mit 8:1.
Damit fiel also rein rechnerisch alle 90 Sekunden ein Tor für die Niemegker (Spielzeit 12 Minuten). Aber das war nicht der springende Punkt in dem Vergleich. Vor der Partie war Swen Bareither (Niemegk II) mit sechs Treffern Turnier-Torschützenkönig, der am Nachmittag noch mit dem Niemegker Team am Männer-Wettbewerb teilnahm (MAZ berichtete am Montag). Gegen die Brücker traf Lutz Schröter jedoch fünfmal und jagte mit sieben Toren dem Vereinsgefährten noch die Torjägerkrone ab.
Die Gäste aus Piesteritz, die sich durch den Schnee gekämpft hatten, kamen auch auf zwei Bestmarken. Norbert Ladewig war bester Torwart und Willfried Lehmann, der sogar einmal traf, erwies sich als ältester Teilnehmer. Er wird in diesem Jahr 60.
Die Borussen spielten mit: Dirk Lippert (TW), Detlef Franz, Sascha Ahnert (4 Tore), Ladislav Schlesinger (1), Torsten Ryll (1), Mirko Utermark (2), Henry Knütter (3), Jan Deichgräber (3) und Dirk Stolz