Beim 1:1 im Hinspiel geriet Gast Borussia Belzig in Unterzahl, was der gastgebende TSV nicht zum Sieg nutzen konnte. Diesmal geriet der Gast TSV Treuenbrietzen durch die einzige unschöne Szene des Spiels in Unterzahl, was die gastgebenden Borussen nicht zum Sieg nutzen konnten, obwohl sie länger in Überzahl agierten als am 22. Januar die Sabinchenstädter. Auch da schenkten sich beide Mannschaften nichts und boten unter den damaligen ungünstigen Umständen ein „rassiges Derby“ wie die MAZ schrieb. Auch diesmal wurde energisch gekämpft, was die Zahl der Torchancen auf beiden Seiten reduzierte. Die größte vergab der frei durchlaufende Rick Leppek, der den Ball neben den Kasten kullerte. Es wäre das 2:0 gewesen und wahrscheinlich die Entscheidung. Die Tore waren feine Einzelleistung. Jan Becker traf für die Bad Belziger aus 22 Metern unhaltbar in den oberen Winkel (34.). Philip Müller reagierte bei einem langen Ball am schnellsten und brachte ihn im Borussia-Netz unter (61.). Er stand nur vorn, weil er eine Zerrung hatte, der Wechselspieler sich aber noch ein paar Minuten erwärmen sollte. Das Tor war Müllers letzte Aktion, dann durfte er vom Feld. Es folgte die berechtigte Rote Karte für Tristan Rhaue (71.). Der TSV-Stürmer erhielt einen Freistoß, fasste aber seinem Kontrahenten ins Gesicht – Tätlichkeit. Mit zehn Mann nagelten die Gäste die Borussen in der eigenen Hälfte fest. Aber außer ein paar Fernschüssen, wobei einer von Thomas Knappe knapp am langen Pfosten vorbei ging, ergaben sich aus dem Druck nicht. Niemegk liegt genau in der Mitte zwischen Bad Belzig und Treuenbrietzen. Deshalb von dort eine neutrale Stimme zu diesem Lokalderby vom Grün-Weißen Daniel Noffke. „Es war ein umkämpftes, aber nie unfaires Spiel. Die Treuenbrietzener standen eng am Mann, zeigten viel Einsatz und ließen die Borussen in der Offensive, speziell in der zweiten Halbzeit, nicht richtig zum Zug kommen. Auch die Borussia-Abwehr stand außer beim Gegentreffer gut. So war die Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis in einem Spiel, das trotz weniger Torchancen ansehnlich war.“ Es gab ja noch drei Treffer für die Borussen. Zweimal wurde auf Abseits entschieden, einmal auf Torwart-Behinderung (siehe Foto) im Fünf-Meter-Raum. 99 Prozent der Unparteiischen hätten auch so gepfiffen. Doch der TSV hatte Glück. Auf dem Foto ist klar zu sehen, dass der verdeckte Jan Becker den TSV-Torhüter Enrico Maas nicht berührt, der den Ball abpritscht, den Mirko Niendorf im Netz versenkte (86.).