Das Fußball-Turnier in der Albert-Baur-Halle begann mit einer Hiobs-Botschaft und endete mit einem Sieg von Borussia Belzig vor dem punktgleichen Gastgeber Grün-Weiß Niemegk. Eine Stunde vor dem ersten Anstoß sagte der Brandenburger Sport- und Ruderklub (BSRK) seine Teilnahme wegen Personalmangel ab. So wurde der Turnierplan völlig umgekrempelt. Die Spielzeit wurde von 15 auf 10 Minuten verkürzt und dafür im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückrunde gespielt. Die Mannschaften erwiesen sich als recht ausgeglichen, weil die einzige Landesklassen-Vertretung nicht alle Asse aufbot. So fehlten bei Borussia Belzig u. a. die Leppek-Zwillinge samt Vater – der Trainer wurde von Heinz Bräuer vertreten – Lars Leschke, Mario Burow oder Sebastian Metz. Kein Team kam ungeschoren durch das Turnier. Von den maximal möglichen 24 Punkten holten Sieger Borussia und der Zweite Grün-Weiß Niemegk je 15 Zähler. Beide Vertretungen gewannen fünfmal und verloren dreimal. Bemerkenswert dabei, dass die Niemegker die Bad Belziger zweimal bezwangen und den Turniersieg nur deshalb verfehlten, weil die Borussen ein 5:0 gegen den FSV 63 Luckenwalde III schafften. Dadurch besaßen sie das klar bessere Torverhältnis. So gab es zwar ein Finale, denn in der vorletzten Turnierpartie hätte ein 5:0 gegen Borussia den Grün-Weißen zum Gesamtsieg gereicht. Doch in der kurzen Spielzeit gab es nur ein 2:0 durch Treffer von Dominic Wricke mit der Hacke und Martin Wernicke. Beim Turniersieger wirkte erstmals wieder Sebastian Holzheu mit. Er war früher der erfolgreichste Kopfball-Spieler der Borussen, ging dann aber nach Niedersachsen in die Nähe von Hannover. Jetzt kehrte er zurück, wohnt nun in Ziesar, schloss sich aber seinem ehemaligen Verein an. Schon in der Halle deutete er an, dass er eine Verstärkung werden könnte. Insgesamt ein gelungenes Turnier, denn der Gastgeber Grün-Weiß hatte auch ausreichend für das leibliche Wohl der Aktiven und Zuschauer gesorgt. So konnte der große Bier-Durst bis zur Hallenschließung gestillt werden.